NOSDRAMA – Burning Black

 
Label: Eigenproduktion
Release: 13.03.2008
Von: Joking
Punkte: 8.5/10
Time: 49:40
Stil: Dark Alternative Metal
URL: Nosdrama
 
NOSDRAMA beschreiben ihren Stil selbst als „Melodic Metal“, was angesichts der düsteren Härte, die auf dem zweiten Album der Band, nach dem 2006 erschienen Debüt Cold Trails, Long Roads, doch eher amüsiertes Staunen hervorruft. Die Rezension zum Vorgänger könnte nahezu 1:1 übernommen werden und hat bereits Orientierungspunkte von NOSDRAMAs Musik benannt: Anathema, neuere Deftones, Tea Party ohne Orientalistik und auch Katatonia. Und wie Cold Trails, Long Roads beginnt auch Burning Black mit einem melodisch ausgeklügelten Track voller melancholischer Härte, dessen emotionales Wechselspiel sofort für sich einnimmt. So brilliert der Opener und Titeltrack mit einer perfekt ausgewogenen Mischung aus harten, akzentuierten Gitarren und warmen Keyboardklängen, die dem Song Tiefe geben. Ari Niemis Gesang schwächelt an ein, zwei Stellen ein wenig, bleibt aber das ganze Album über sehr akzeptabel. Trotzdem offenbart sich hier eine winzige Schwäche, des ansonsten hervorragend eigenproduzierten Albums: mit ein wenig Überarbeitung hätten die leichten Unsicherheiten auf der Gesangsspur locker überarbeitet werden können. Doch schwerwiegend fällt es sowieso nicht ins Gewicht, dazu weiß das Album viel zu sehr zu überzeugen. Die starken Songs sind durch die Bank ausgefeilt und brillieren mit markanten Rhythmen, druckvollen Passagen und leidenschaftlichen Momenten, die innere Einkehr mit einem nachtschwarzen Tanzvergnügen vereinigen. Ganz besonderes Lob gibt es für die hervorragende Ballade Sunset Of West, die das Zeug hat, zum Liebling einer breiten, interessierten Hörerschaft zu werden.
Höchste Zeit, das NOSDRAMA einen Vertrieb bekommen, der ihre kleinen, dunklen Meisterwerke ordentlich aufbereitet und massenhaft unters Volk bringt!