[Dajana] Und da ist das ROCK HARD FESTIVAL 2026 auch schon wieder vorbei. Heiß war es. Und schön war es! Es tat so gut all die Freunde, Bekannten, Kollegen der schreibenden und fotografierenden Zunft und die Pit-Uniccorns wiederzusehen :) Einige habe ich vermisst, aber an sie gedacht.
Und nein, ich werde nicht meckern und halte mich kurz. Das Wetter ist, wie es ist, darauf hat niemand Einfluss. Dagegen kann man sich an- oder ausziehen (viel trinken - heiß oder kalt, Hut oder Poncho, und Sonnencreme LSF 50++) ;)
Gleiches gilt für die Getränkepreise - dafür zeichnet ausschließlich der Betreiber des Amphitheaters verantwortlich. Die Foodpreise - die liegen alleinig in der Hand der jeweiligen Budenbesitzer. Beschwert euch bei denen.
Und die Bands? Ja, es gibt stärkere und schwächere Line-Ups. Aber IMMER ist etwas für jeden dabei (für mich: ARMORED SAINT, CORONER, DARK TRANQUILLITY, NAILED TO OBSCURITY). Es gibt IMMER etwas Neues zu entdecken (für mich THE NEPTUNE POWER FEDERATION), Überraschungen (PARADISE LOST, SLIME, GUS G. & RONNIE ROMERO) und eben Bands, bei denen man essen geht.
Natürlich muss auch das RHF rechnen. Wer in den letzten 2, 3 Jahren auf Konzerten/Festivals war, oder generell in der Musikszene Augen und Ohren offen hat, dürfte gemerkt haben, wie und wohin sich das Business verändert hat. Das heisst aber auch, ein "weiter wie bisher" wird nicht mehr (lange) für das RHF funktionieren, unabhängig von der Location. Das RHF-Team muss umdenken, muss sich öffnen, neue Konzepte erarbeiten, um das Festival rentabel zu halten ohne dabei die Fans abzuzocken und die Liebe zur Musik im Auge behalten. Sicherlich keine leichte Aufgabe…
Wir sehen uns hoffentlich alle im nächsten Jahr beim ROCK HARD FESTIVAL 2027 wieder ♥
[Psycho] Erst mal schön, dass das RHF trotz der bereits laufenden Umbauarbeiten mehr oder weniger unbeeinträchtigt stattfinden konnte. Ich habe aber keine Ahnung, wie das im nächsten Jahr funktionieren soll, wenn Pfingsten mitten im Ausstellungszeitraum der IGA liegt. Bliebe ggf. nur eine zeitliche Verschiebung, auch wenn das nicht realistisch klingt. Hingegen als räumliche Alternative wurde von Teilen der NH-Crew das fast fertiggebaute neue Preußen-Stadion in Münster genannt. Für den heimischen Fußballverein ist es nach dem Abstieg in die 3. Liga zu groß, und es liegt verkehrsgünstig in der Nähe der A1 und A43. Und so weit weg von Dortmund ist das auch nicht - denkt mal drüber nach, liebe RH-Redaktion… ;)
Der zweite sehr positive Aspekt trotz des tlw. echt heißen Wetters (vor allem am späten Nachmittag war es in der Betonschüssel wirklich kaum zu ertragen): meines Wissens nach ist niemand ernsthaft kollabiert oder sonstwie verletzt worden. Dazu wird sicherlich das kostenlose Wasser beigetragen haben (beste Idee seit Jahren), aber auch die durchweg unauffällige und professionelle Arbeit aller vor Ort befindlichen Helfer und Einsatzkräfte. Vielen Dank dafür!
Kommen wir zur Musik, wo sich meine eingangs erwähnte Erwartungshaltung für mich letztendlich auch bestätigt hat. Tolle Headliner (die übrigens trotz vieler Jahre auf dem Buckel alle immer noch super abliefern), mit CORONER einen Top-Act als Co-Headliner, aber dann wird die Luft schon dünn. Im Prinzip drei Cover-Bands und drei sogenannte Newcomer (die jeweils auch noch alle am gleichen Tag gespielt haben) finde ich schwierig. Dazu noch zwei Bands aus dem erweiterten Dunstkreis der Redaktion - denke, da wird der angespannte finanzielle Rahmen wenig Raum gelassen haben, die eigentlich höheren Ansprüche umzusetzen.
NAILED TO OBSCURITY hatte ich stark erwartet und wurde auch nicht enttäuscht, damit fiel hier die Überraschung allerdings aus. HIRAX hatten hohen Show-Wert, und NECKBREAKKER sind immerhin ein vielversprechender Newcomer. Ansonsten gab es aber aus meiner Sicht zu viele Klassiker aus der 2. Reihe oder gehypte Newcomer, die einfach noch nicht soweit sind. Nennt man das dann B-Billing? Weil das Geld hauptsächlich in den Headlinern steckt?
Neben der schon angesprochen Location-Frage wird es in den nächsten Jahren ja nicht einfacher werden. Wie Sui an anderer Stelle schon erwähnt hat, wird das über die Zeit aufgebaute Stammpublikum nicht jünger, sprich immer weniger werden. Und mit dem in diesem Jahr (wieder) versuchten Konzept lockt man einfach zu wenig neues Publikum an. Der Hartwurst-Freitag wurde zudem dem vielleicht finanziell notwendigen, im musikalischen Fazit aber überflüssigem Band-Contest geopfert. Was man an den Zuschauerzahlen am Freitag auch deutlich gesehen hat…
Samstag und Sonntag war es zwar etwas voller, aber von ausverkauft war das RHF schon lange nicht mehr so weit entfernt wie in diesem Jahr. Fatal, wenn man dann finanziell zu Sachen gezwungen (?) ist, die den Laden auch nicht voller machen.
Mein Gesamtfazit ist aber trotzdem (noch) positiv. Was zum einen daran liegt, dass ich alterstechnisch genau die anvisierte Zielgruppe abdecke ;), zum anderen an der einfach für ein Festival perfekten Location (in für uns verkehrsgünstiger Lage). Auch auf gar keinen Fall zu unterschätzen ist der Faktor, dass man einfach eine Menge lieber Menschen trifft, die man sonst im Jahr viel zu selten oder gar nicht zu Gesicht bekommt. Und was gibt es dann besseres, als gemeinsam laute Musik zu hören und ein (überteuertes) Bierchen zu trinken… oder 2-X…
[Sui] Keine Frage, das RHF ist und bleibt für mich etwas, auf das ich mich zu Recht 362 Tage im Jahr freue. Wie gesagt, ein Familientreffen im besten Sinne. An die geänderten Bedingungen angesichts der Baustelle hatte man sich schnell gewöhnt. Etwas Puls bekam ich, als man mir meine selbstgebratenen Frikadellen am Einlass konfiszieren wollte (Ich hätte sie vielleicht nicht mit einem Wurfstern-Förmchen in die Pfanne hauen sollen.). Aber auch das wurde friedlich geregelt. Insgesamt waren alle Helfer und Securities wieder top. An die Temperaturen hatte ich mich am zweiten Tag bereits akklimatisiert, zumal das Bier irgendwie nicht so richtig zündete. Der Legolas-Effekt (Ich spüre da ein Kribbeln) trat geradezu verdächtig spät ein.
Mein musikalisches Fazit: Am stärksten haben die Headliner ARMORED SAINT und SAXON abgeliefert. Die eine für mich persönlich großartige Neuentdeckung gab es in diesem Jahr nicht, am ehesten in diese Richtung gingen noch NAILED TO OBSCURITY und MAAMUUT. Aber trotzdem gab es durchaus ein paar Anregungen, der einen oder anderen etablierten Band etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Totalausfall war auch keiner zu verzeichnen, auch wenn man bei der einen oder anderen Band konstatieren musste, dass das RHF vielleicht ein bis zwei Nummern zu groß für sie sind.
Bleibt nur die bange Frage, wie es nächstes Jahr weitergeht.
[Seb] Was soll man sagen, da das RHF für mich in erster Linie Treffen mit vielen Leuten die ich den Rest des Jahres überwiegend selten bis gar nicht sehe ist, steht dieser Aspekt für mich immer im Vordergrund - und alleine dafür, wie auch für das traditionsreiche Gelände hat es sich wie immer schon gelohnt.
Einfach unter vielen bekannten Gesichtern Musik hören, das eine oder andere Bierchen verspeisen und die Aussicht auf Bühne und Kanal genießen markiert quasi den inoffiziellen Beginn jeden Sommers. Sehr gut gefallen haben mir trotz der gelegentlichen Längen CORONER (bester Sound des ersten Tages), DARK TRANQUILITY hatte ich ewig nicht gesehen (das letzte Mal muss vor vielen, vielen Jahren auf dem Dong gewesen sein) und war positiv überrascht. Trotz der gelegentlichen “poppigen” Einschläge boten mir SLIME genug Nostalgie-Faktor um den Auftritt ganz überwiegend zu genießen, und ähnliches galt für MIKKEY DEE (dem ja leider aus anderen Gründen der zum Sound gewohnte Sänger fehlte).
Meine Wünsche für das nächste Jahr: Zuallererst einmal das offensichtliche, nämlich dass das RHF 2027 doch bitte am gewohnten Ort stattfinden möge. Alles andere (der Vorschlag mit dem Preußen-Stadion ist ja ganz nett, aber es passt halt auch nicht so richtig zu einem traditionellen “Ruhrpott-Festival” ;)) wäre nicht nur nicht dasselbe sondern zumindest für mein Gefühl einfach falsch: ich würde es den Veranstaltern nicht einmal übelnehmen, das Festival dann lieber (vorübergehend!) ausfallen zu lassen.
Zweitens gerne zwar erneut trockenes Wetter (haben wir ja selten), aber es müssen nicht gleich über 30 Grad sein, das Rund heizt sich schon mächtig schnell auf und Schatten gibt es ja so gut wie nicht. Und zu guter Letzt: Besinnt euch wieder auf normale Pfand-Preise. € 3,- für so einen Plastikpott, vor allem wenn dann mehr als zur Hälfte “plain” ohne jede Deko, ist schon grotesk. Und wenn es denn doch sein muss, dann hätte ich gerne was mit Motiv und Jahreszahl ;)
Ach, da fällt mir noch einer ein: Ein paar (bekanntere!) “härtere” Bands dürfen es 2027 auch gern wieder sein. Natürlich ist das Billing eine ziemliche Herausforderung, wenn man die Eintrittspreise nicht explodieren lassen will, aber ich muss auch z.B. nicht zwingend Bands aus den U.S.A. hier haben, wenn man dafür stattdessen - bei aller Liebe zur lokalen Szene - nicht ganz so viele absolute Newcomer aufbieten muss. Gibt doch genug hervorragende Bands aus Europa, und das Zielpublikum wohnt ja nicht jenseits des Atlantiks.
Last but noch least noch lieben Dank an Security und sonstige Crew (insbesondere den Herrn mit dem Wasserschlauch in der Nähe des Eingangs), wieder einmal waren alle stets sehr freundlich (trotz der vielen Fragen aufgrund der geänderten Wege/Zugänge usw.) und soweit ich weiß ist die gesamte Veranstaltung wie gewohnt ohne nennenswerte Zwischenfälle abgelaufen!
[Dirk] Die Umbaumaßnahmen taten dem RHF keinen Abbruch, es sah zwar alles etwas anders aus, ließ aber nichts Wesentliches Vermissen.
Das Billing würde ich so zusammenfassen: Starke Headliner und Co-Headliner, solides bis gutes Nachmittagsprogramm, nicht überzeugende Opener. Meine Highlights waren am Freitag CORONER, am Samstag PARADISE LOST und am Sonntag SAXON, von denen ich insgesamt PARADISE LOST zur besten Band des Festivals küren würde. Für positive Überraschung sorgten NAILED TO OSCURITY, SLIME und DARK TRANQUILLITY.
Das Wetter war geprägt von sehr viel Sonne und Hitze, aber besser so als der Dauerregen vom letzten Jahr. Hut ab vor den mobilen Bierträgern, die bei der Wärme auch noch den ganzen Tag mit einem Fass auf dem Rücken die Arena auf- und abrennen mussten. Ich hoffe, sie werden angemessen entlohnt und haben ordentlich Trinkgeld erhalten.
Das Partyzelt war an allen drei Tagen geil wie immer!
Dank an das sehr entspannte Security-Personal und großes Lob auch für das Sicherheitskonzept mit nur einem Zugang zum Campingplatz, um die Diebstähle einzudämmen - tatsächlich habe ich von keinem einzigen gehört. Ein dicker Bonuspunkt war, dass der Brötchenwagen diesmal direkt auf dem Zeltgelände stand. Kleines Minus gibt es für den Engpass an Toilettenrollen am Samstag morgen. Und der Duschwagen ist ohne irgendeine Ablagefläche eine absolute Fehlkonstruktion.
Abschließend ein dickes Dankeschön dafür, dass wir auch dieses Jahr wieder mit vielen Freunden, vielen anderen netten Menschen, großartiger Musik, guter Organisation und einer Menge Bier dieses Festival feiern durften.
[BRT] ROCK HARD FESTIVAL 2026 is in the books. Wie immer war es eine Freude dabeigewesen zu sein und all die bekannten Gesichter zu treffen, einige sieht man ja leider nur einmal im Jahr und zwar genau hier.
Sonne und Hitze waren vermutlich die größten Prüfungen und der Kater am Samstag morgen, beides wurde mit etwas Sonnenbrand und Schlafrhythmus-Störungen halbwegs glimpflich überstanden. Am Großteil der Organisation gibt es wenig auszusetzen, das veränderte Gelände fiel jetzt auch nicht wirklich negativ auf. Gut, bei den Preisen muss man sich teilweise echt am Kopf packen, Essenpreise sind schon happig und die Kosten für (Sprudel-) Wasser komplett absurd. Gut, dass vom Rock Hard-Team immer wieder auf das kostenlose Trinkwasser hingewiesen worden ist, wo es trotzdem selten zu langen Schlangen kam.
Musikalisch gab es von allem ein bisschen, speziell die Freunde der härteren Kost dürften vielleicht etwas unzufrieden gewesen sein. Aber gut, für ein gemischtes Billing mit großer Subgenre-Breite muss man da halt Abstriche machen.
Meine Highlights waren erwartungsgemäß CORONER, ARMORED SAINT, HÄLLAS und THE NEPTUNE POWER FEDERATION. HIRAX und SLIME waren absolut top und PARADISE LOST habe ich live tatsächlich noch nie so gut gesehen. WYTCH HAZEL waren gut, aber im Vergleich zum Club-Gig leider nicht ganz so zwingend. Für den Sonntag gab es vielleicht etwas zuviel Vergangenheits-Abgefeiere/Tribute-Bands, das finde ich könnte man schon etwas besser machen. Es funktioniert zwar, weil es reichlich alte Klassiker zu hören gibt, aber das Konzept mit den Cover/Tribute-Bands machen inzwischen schon so viele Locations, da sollte man sich schon deutlich von abheben.
Von dem Nachwuchsgig habe ich etwas mehr erwartet, würde sagen, das Konzept war noch nicht ganz ausgegoren.
Vielen Dank für ein klasse Festival, aber zum wiederholten Mal hätte ich mir doch gern ein paar Infos zur nächsten Ausgabe gewünscht.

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